Auf die Frage „Welche Sprache soll ich lernen?" gibt es keine einzige richtige Antwort — wohl aber eine falsche: die Sprache, bei der Sie nicht bleiben. Drei Dinge entscheiden, und die Schwierigkeit ist nur eines davon.
1. Warum lernen Sie?
Beruf, Auswanderung, Prüfung, Familie, Reise oder Neugier — der Grund bestimmt die Methode. Geht es um ein Visum, steht das Ziel fest und Sie lernen prüfungsorientiert. Geht es um Neugier, hören Sie an dem Tag auf, an dem es keinen Spaß mehr macht; wählen Sie also eine Sprache, deren Filme oder Musik Sie ohnehin mögen.
2. Wie viel Kontakt werden Sie haben?
Eine Sprache, die Sie nie hören, verlangt deutlich mehr Disziplin. Spricht jemand in Ihrem Umfeld sie, mögen Sie ihre Serien oder begegnet sie Ihnen im Beruf, beschleunigt sich der Fortschritt von selbst.
3. Wie nah ist sie Ihrer eigenen Sprache?
Verwandte Sprachen gehen schneller, doch das allein sollte nicht entscheiden. Wer eine ferne Sprache mit echtem Interesse lernt, kommt schneller voran als jemand, der eine nahe lustlos durchackert.
Die 13 Sprachen in Kürze
**Englisch** — die größte Reichweite: Beruf, Wissenschaft, Internet. Die sichere Wahl bei Unsicherheit. **Deutsch** — Weg zu Arbeit und Studium in Europa; regelmäßige Grammatik, aber anfangs viel auf einmal. **Französisch** — in Europa und Afrika weit verbreitet; die Aussprache ist die erste Hürde.
**Spanisch** — sehr viele Sprecher, gutmütige Aussprache; vermittelt schnell Fortschrittsgefühl. **Italienisch** — wird gesprochen wie geschrieben; ideal, wenn Kultur oder Küche der Anlass sind. **Portugiesisch** — durch Brasilien ein großer Markt; leicht, wenn Sie Spanisch können.
**Russisch** — großer Sprachraum; das Alphabet dauert eine Woche, die Fälle sehr viel länger. **Arabisch** — Hocharabisch und Dialekte unterscheiden sich; entscheiden Sie früh, was Sie wollen. **Persisch** — die Grammatik ist einfacher als erwartet, die Schrift ist die eigentliche Schwelle.
**Türkisch** — regelmäßige Regeln, wenige Ausnahmen; sobald die Suffixlogik sitzt, geht es schnell. **Aserbaidschanisch** — dem Türkischen sehr nah, für Türkischsprecher die schnellste zweite Sprache. **Japanisch** — drei Schriftsysteme erfordern Geduld, die Grammatik ist weniger furchteinflößend als ihr Ruf. **Chinesisch** — einfache Grammatik; Zeit kosten Zeichen und Töne.
Immer noch unentschlossen?
Wenn Sie zwischen zwei Sprachen schwanken, geben Sie jeder eine Woche. Danach merken Sie, welche Sie tatsächlich öffnen wollen — diese Antwort ist verlässlicher als jede Rangliste.
LexUnio bietet Kurse von A1 bis C2 in allen 13 Sprachen, und jede lässt sich kostenlos beginnen — Sie können also ausprobieren, bevor Sie sich festlegen.