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Was bedeuten A1, A2, B1, B2, C1 und C2? Ein Leitfaden zu den Sprachniveaus

In Stellenanzeigen, Bewerbungen und Visabestimmungen tauchen immer dieselben Buchstaben auf: A1, B2, C1. Das sind die sechs Stufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens, und jede beschreibt, was Sie mit der Sprache *tun* können — nicht, wie viele Wörter Sie gelernt haben.

Sechs Stufen, drei Gruppen

Die Stufen bilden drei Gruppen: A elementare Verwendung, B selbstständige Verwendung, C kompetente Verwendung. Jede Gruppe hat zwei Stufen.

**A1** — Sie stellen sich vor, stellen einfache Fragen und beantworten sie, wenn langsam gesprochen wird. **A2** — Sie kommen in vertrauten Situationen zurecht: Einkauf, Wegbeschreibung, Alltag.

**B1** — Sie bewältigen eine Reise allein, schildern Erlebnisse und begründen eine Meinung kurz. Das ist das Mindestniveau der meisten Stellenanzeigen.

**B2** — Sie verstehen komplexe Texte im eigenen Fachgebiet und beteiligen sich flüssig an Diskussionen. Viele Universitäten und Arbeitsvisa verlangen dieses Niveau.

**C1** — Sie erfassen lange, anspruchsvolle Texte und drücken sich aus, ohne sichtbar nach Worten zu suchen. **C2** — Sie verstehen praktisch alles Gehörte und Gelesene und beherrschen feine Bedeutungsunterschiede.

Welches Niveau brauchen Sie wirklich?

Das Ziel bestimmt das Niveau, nicht der Ehrgeiz. Für ein Familienvisum genügt meist A1, für viele Arbeitswege B1, für die Universität B2 oder C1. Prüfen Sie die genaue Anforderung in der offiziellen Ausschreibung — ein höheres Niveau als nötig kostet nur Zeit und Geld.

Überspringen Sie keine Stufe. Der Wechsel zu B1, bevor A2 sitzt, ist der häufigste Grund, warum Lernende auf B1 stecken bleiben.

Wenn Sie Ihr Niveau nicht kennen, beginnen Sie mit einem Einstufungstest. LexUnio bietet Kurse von A1 bis C2 in 13 Sprachen — kostenlos starten.